Dieses wichtige Thema steht eigentlich eher im Schatten seines Gegensatzes, der Brustvergrößerung, obwohl gerade zu große Brüste vielen Frauen sowohl physische als auch psychische Probleme machen. Jeder Frau mit großer Oberweite (und hier ist nicht nur die Rede von extremen Größen) kennt diese unangenehmen Verspannungen im Rücken, insbesondere nach einem langem (Arbeits)Tag mit viel Hausarbeit, solche banalen Tätigkeiten wie Geschirr abwaschen können da echte Qualen auslösen. Aber auch das Tragen schwerer Einkaufstaschen verursacht ähnliche Überbelastungen für den Rücken.

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Plastische Chirurgie Dr. med. Svenja Giessler
Ismaninger Straße 88
81675 München
Brustverkleinerung München

Berechtigte Motivation zur Brustverkleinerung

Dieses Phänomen der gefährlichen Überlastung der Wirbelsäule steht in direktem Zusammenhang mit dem Gewicht und der Position der großen Brust, die mehrere Kilogramm bis in den zweistelligen Bereich ausmachen kann. Besonders ungünstig wirkt sich dabei die Lage der weiblichen Brust im oberen Drittel des Körpers aus. Eine große, schwere Brust verlagert insgesamt den Schwerpunkt des Körpers etwas nach oben. In der Folge ist auch die Gesamtstatik des Körpers etwas instabiler. Natürlich führt das nicht gleich dazu, dass eine Frau mit großer Brust ständig umfällt, aber bei Glatteis z. B. wirkt sich dieser kleine Nachteil tatsächlich aus, wie schon durch Studien nachgewiesen werden konnte.

Orthopädische Begründung

Frauen mit großen Brüsten reagieren mit den Jahren unwillkürlich mit einem gekrümmten Rücken, obwohl gerade unsere Mütter und Großmütter dies mit ihrer ständigen Ermahnung: „Halte Deinen Rücken gerade“ verhindern wollten. Unseren Rücken gerade halten, genau das sollen wir tatsächlich tun, nicht nur zum Vorteil für unsere Wirbelsäule, aber auch um allen anderen Organen genügend Raum zur Verfügung zu stellen, insbesondere unserer Lunge, die bei zu flacher Atmung unsere Organe und unser Gehirn nicht richtig mit Sauerstoff versorgen kann.

Psychologische Aspekte bei der Brustverkleinerung

Zunächst stehen bei dieser Absicht meistens vermeintlich physisch-medizinische Probleme im Vordergrund. Bei genauerer Betrachtung stimmt das aber nicht so ganz. Es sind auch die ständigen Blicke auf die Oberweite (nicht nur von Männern), die Angst, dass die eigene Persönlichkeit nur noch auf die großen Brüste reduziert wird, das Unbehagen am Strand oder im Swimmbad, was schließlich oftmals dazu führt, dass diese Frauen aus Verunsicherung auf eine aktive Teilnahme an sportlichen und auch gesellschaftlichen Events lieber verzichten. Übrigens ist ein wippender großer Busen beim Joggen in der Tat recht schmerzhaft.

Besonders tragisch ist es, wenn Frauen mit großer Oberweite kaum Verständnis finden bei (neidischen) Freundinnen oder auch bei ihrem Partner und so mit ihren Problemen völlig allein gelassen werden, und dies vor dem Hintergrund, dass andererseits so viele Frauen von einem schönen, großen Busen träumen, weil so viele Männer gerade davon quasi magnetisch angezogen werden.

Entspannen am Strand

Viele Betroffene beginnen auch freizeitliche Aktivitäten, wie den Gang ins Freibad, zu meiden

Auf jeden Fall sollte ein so einschneidender Schritt wie diese Maßnahme sehr sorgfältig überlegt sein. Nicht die oberflächliche Meinung anderer bzw. die Wünsche des Partners dürfen hier im Vordergrund stehen, sondern allein die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Daher ist in dieser Frage auch immer eine sorgfältige Beratung durch einen Arzt dringend zu empfehlen, und auch das vorherige Gespräch mit einem Psychologen kann hier ganz entscheidend und weichenstellend sein.

Kosten

Im Durchschnitt liegen die Preise in Deutschland ungefähr zwischen 4500 und 7000 Euro. Die Preisunterschiede ergeben sich natürlich in erster Linie aus dem individuellen Operationsaufwand, aus der notwendigen medizinisch-apparative Ausstattung, Anästhesie aber auch aus den geltenden Honorarplänen bei den Kliniken und Ärzten.

Welcher Arzt ist zuständig?

Eine derartige Operation erfordert einen ausgewiesenen Facharzt/Chirurgen, der hauptsächlich auch auf dem Gebiet der Brustchirurgie tätig ist. Die „GCD“, das ist die Gesellschaft für ästhetische Chirurgie Deutschland e.V., hat dazu eine „Leitlinie OP-Katalog“ heraus gebracht, nach der operative Eingriffe an der Brust grundsätzlich nur von Fachärzten für ästhetische und plastische Chirurgie bzw. Chirurgie und Gynäkologie durchführt werden sollen.

Die Methoden

Es ist vor allem die so genannte Schnittführung, die die verschiedenen Operationsverfahren unterscheidet. Der Zugang zum Brustgewebe erfolgt entweder an der Brustumschlagsfalte oder quasi kreisförmig um den Brustwarzenhof herum. Der folgende Schritt ist dann die Entfernung von überschüssigem Drüsen- und Fettgewebe sowie überschüssiger Hautteile. In manchen Fällen wird auch noch zusätzlich eine Fettabsaugung im Brustbereich durchgeführt. Im Ergebnis ist dann das Brustvolumen deutlich kleiner, und die Brust ist auch in ihrer Konsistenz fester und in ihrer Form sehr viel ästhetischer.

Vor- und Nachbehandlung

Grundsätzlich geht einer Brustverkleinerung zunächst einmal eine Mammographie-Untersuchung voraus. Dies dient dem behandelnden Facharzt dazu, sich einen Überblick von der Brustgewebestruktur zu verschaffen, um ggf. vorhandene Brustknoten erkennen zu können. Wenn diesbezüglich alles in Ordnung ist, muss die Patientin mindestens zwei Wochen lang bevor der operative Eingriff vorgenommen wird, weitestgehend verzichten auf Alkohol, Zigaretten oder Schmerzmittel, weil alle diese Stoffe die Blutgerinnung nachweislich negativ beeinflussen. In der Nachsorgephase muss die Patientin einen speziellen Büstenhalter tragen und eine regelmäßige, vorgeschriebene Wundpflege betreiben. Diese Phase der absoluten, körperlichen Schonung umfasst mindestens sechs Wochen.

Rauchen ist gefährlich

Mindestens 2 Wochen vor der Operationen sollte man auf verschiedene ungesunde Gewohnheiten verzichten

Risiken

Jeder operativer Eingriff ist grundsätzlich immer auch mit Risiken verbunden. Allerdings können solche Risiken tatsächlich minimiert werden durch die richtige Wahl eines erfahrenen Chirurgen, durch eine gute, gründliche Vorbereitung und durch die ernsthafte Berücksichtigung der Hinweise zur Nachbehandlung. Auf diese Weise können Komplikationen weitestgehend vermieden werden.

Noch ein wichtiger Hinweis zur Schwangerschaft

Eine Brustverkleinerung kann u. U. eine unmittelbare Beeinträchtigung der Stillfähigkeit nach sich ziehen. Deshalb wird dringend empfohlen, einen solchen Eingriff auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, falls Sie gerade schwanger sind oder eine baldige Schwangerschaft geplant ist.

Allergische Komplikationen

Neben den möglichen allgemeinen Risiken in Verbindung mit jeder Operation birgt grundsätzlich auch diese spezielle Operation die Gefahr einer allergischen Reaktionen bis hin zu einem anaphylaktischen Schock sowie Thrombosen und Wundheilungsstörungen. Die gute Nachricht ist, dass schwere Komplikationen bei Brustverkleinerungen sehr selten sind. Manchmal treten Nachwirkungen der OP auf wie z. B. lokale Entzündungen, aber in diesen Fällen stehen diverse Behandlungsmethoden zur Verfügung, um derartige Nachwirkungen rasch und vollständig abzuheilen.

Abschließend noch ein Plädoyer für eine gute Beratung

Eine sorgfältige körperliche Voruntersuchung ist die absolut wichtige Voraussetzung für die Feststellung, ob ein solcher Eingriff aus medizinischer Sicht überhaupt realisierbar ist und ob auch das von der Patientin gewünschte Ergebnis mit den aktuellen Behandlungsmethoden erreicht werden kann. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass der Arzt die Risiken und möglichen Komplikationen genau erläutert, und auch seine Möglichkeiten der Reaktion darauf eingehend aufklärt. Nicht zuletzt soll die Patientin auch Sympathie und Vertrauen fassen in ihren Arzt, denn auch ihre mentale Einstellung hat einen großen Einfluss auf den Erfolg der Maßnahme und den gesamten Heilungsprozess.